06.02.2026
Nun sind unsere Wilden schon 10 Wochen alt und haben in der 9. Woche neben ihren 3 Tage Entwurmungen, ihre Erstimpfungen und dem jeweiligen Gesundheitsattest ihren Chip erhalten. Alle haben es ohne Probleme vertragen und keinerlei Irritationen gezeigt. Im Grunde war der Tierarzt Besuch ein tolles Ereignis, was ausgiebig mit Kuscheln, Erforschen der Tierärztin, der jeweiligen Instrumente und Gerätschaften bedeutete und natürlich das Einfordern von Leckereien nach dem Pieks, welcher aber keinen der Welpen interessiert hat. Die Bande ist in dieser Hinsicht einfach nur ein cooler Haufen, aber die Silvesterknallerei hat sie auch nicht interessiert :-).
Bisher gab es überhaupt keine Anfragen, bzw. nur Fake Anfragen für diesen Wurf. Bekanntermaßen ist es Anfang des Jahres immer schwieriger mit Welpenvermittlungen, dieses Jahr durch die allgemein bekannten Umstände und Unsicherheiten noch mehr :-(. Für mich bedeutet dies, genau zu hinterfragen, ob meine Zucht so weiter geführt werden kann, ohne Welpenvermittlung macht es keinen Sinn. Gerade für die Rasse Großspitz, die bisher nicht zu den Qualzucht Rassen zählt, ist dies sehr bedauerlich, immerhin sind die Erfolge durch Gentests, Untersuchungen, Lockerungen bei Farbvorgaben und varietätenübergreifenden Verpaarungen ja nicht von der Hand zu weisen. Auch die Mischerbigkeitswerte (Heterozygotie) zeigen sehr deutlich, dass die Rassegesundheit in allem auf einem guten Weg ist.
Die nahe Zukunft wird zeigen, wohin es beim Großspitz und meiner Zuchtstätte gehen wird und mit all diesen Überlegungen sehen sich leider viele Züchter konfrontiert, besonders wenn die Hunde nicht zu den Anfängerhunden gehören und Anforderungen an zukünftige Besitzer in Form von Zeit, Training und konsequenter Erziehung voraussetzen. Kein Welpe ist ein Selbstläufer, aber gerade Spitze ticken in vielen Dingen anders, weil sie mit viel Intelligenz, Geradlinigkeit und ursprünglichem Instinkt gesegnet sind, all das muss angeleitet, gefördert und durch liebevolle Konsequenz in die erforderlichen Bahnen gelenkt werden. Gerade in der Pubertät des Spitzes gibt es dann Reibereien, die den Hormonen und „dem Umbau des Gehirns“ geschuldet sind, eine oftmals sehr anstrengende und fordernde Zeit, die aber mit viel Geduld und Training gemeistert werden kann und danach zeigt sich dann der Traumhund, den man sich als Halter wünscht. Es ist sicher nicht immer einfach eine Hundeschule zu finden, die gerade den Spitz und seinen Besitzer adäquat begleiten kann und auch fachgerecht berät, aber es gibt sie und man muss halt suchen. Die Argumentation von vielen aus diesen Reihen, dass eine Kastration des Hundes in diesem jungen Alter das Mittel der Wahl darstellt, ist vollkommen überholt, tierschutzrechtlich bedenklich und aus tiermedizinischer, sowie verhaltensbiologischer Sicht einfach nur blanker Unsinn. Zum Vergleich, niemand lässt seine pubertierenden Jugendlichen kastrieren.































































































